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  Der Professor für Mathematik Johann Philipp Gruson
   
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J. P. Gruson
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Johann Philipp Gruson (2.2.1768 bis 16.11.1857)

Bildquelle:
Wiss.Zeits. der TU Magdeburg 36 (1992), Heft 1, S. 103
K. Manteuffel,
R. Buchheim:
Die Rechenmaschine
von Johann Philipp Gruson

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Für die Dokumentation
über den aus Magdeburg stammenden Mathematikprofessor
wurden Forschungsergebnisse
zur Geschichte der Mathematik von Prof. em. K. Manteuffel
und Dr. Buchheim genutzt.
In de Stadt Magdeburg gibt es die Grusonsche Gewächshäuser und die älteren Mitbürger kennen noch die Krupp-Gruson-Werke.
Der Erfinder, Wissenschaftler und Unternehmer Hermann Gruson (1821 bis 1895) stiftete eine von ihm zusammengetragene umfangreiche Pflanzensammlung, inklusive eines größeren Geldbetrages, mit seinem Tode im Jahr 1895 der Stadt Magdeburg.

Er widmete sich vor allem naturwissenschaftlichen und mathematischen Fächern und besuchte auch Vorlesungen seines Onkels Johann Philipp Gruson (1768 bis 1857), der als Professor für Mathematik am Kadettenkorps, an der Bauakademie und später an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig war.

Der aus Magdeburg stammende Mathematiker Johann Philipp Gruson erwarb sich schon in jungen Jahren große Verdienste um die Entwicklung von Rechenhilfsmitteln. Besonderen Zuspruch fanden seine Rechentabellen in verschiedenen Zahlensystemen und die Erfindung der nach ihm benannten Grusonschen Rechenmaschine (1790).

Lobende Worte findet auch der Zeitzeuge Edmund Brunow: "Je einfacher eine Maschine ist, je weniger Räder oder andere mechanische Hilfsmittel sie hat, desto besser. Sie ist als denn wohlfeiler und dauerhafter; Mängel entdeken und verbessern sich leichter. In dieser Rüksicht macht die Grusonsche Rechenmaschine gewiß allen ihren Schwestern den Rang streitig. Sie ist eine einfache Scheibe, und leistet dennoch zum mechanischen Rechnen die Dienste einer zusammengesetzten Maschine"(1).

In der Zeit des Überganges von der Handwerks- zur Manufakturperiode suchten Wissenschaftler wie Blaise Pascal (1623 bis 1662) und Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 bis 1716) nach Wegen zur Mechanisierung der vier Grundrechenarten, um die notwendig gewordenen umfangreichen Berechnungsaufgaben in kürzerer Zeit ohne Rechenfehler bewältigen zu können.

Im Vergleich zu ihren Vorgängern wies die Grusonsche Rechenmaschine gleichwertige Leistungsparameter auf. Ihr großer Vorteil: Die Grusonsche Rechenmaschine war leicht herzustellen, da sie völlig ohne "Räderwerk" auskam.

Der junge Gruson baute diese Rechenmaschine während seiner ersten Anstellung als Königlich Preußischer Baubeamter an der Kriegs- und Domänenkammer in Magdeburg. Die dort anfallenden umfangreichen und zeitaufwendigen Berechnungen wollte er schnell, exakt und fehlerfrei lösen.

[1] Brunow,E.: Eine Magdeburgische Erfindung. In: Patriotisches Archiv Nr. 11 vom 17.Dezember 1791, S. 178